Projekte

Deutschland

Aktiv

Flüchtlingsarbeit

Deggendorf ist seit 2015 Anlaufstelle für asylsuchende Menschen. Zuerst kamen Syrer nach Deggendorf. OWMN war bereits 2016 mit Ärzten des Erstaufnahmelagers in Kontakt. OWMN vermittelte Übersetzer für die arabisch sprechenden Patienten.

OWMN unterstützte Familien mit der Bewältigung der administrativen Abläufe. Als Dozentin an der Technischen Hochschule Deggendorf unterstützte unser Vorstand Frau Schmaus-Klughammer, asylsuchende syrische Studenten bei der Beantragung von Stipendien.

OWMN unterstützt syrische Ärzte bei der Abwicklung der administrativen Abläufe, bei der Auswahl von geeigneten Studienplätzen und unterstützt sie bei der Beantragung ihrer Approbation in Deutschland.

Mitglieder von OWMN sind als Lehrkräfte für Flüchtlinge tätig. Diese unterrichten Deutsch und Konfliktprävention und sind bei der Suche nach Arbeits- und Lehrstellen behilflich.

Seit es in Deggendorf ein Ankerzentrum gibt, unterstützt OWMN Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern bei administrativen Abläufen.

Der Kontakt mit afghanischen Asylsuchenden und Flüchtlingen und deren Situation hat OWMN dazu veranlasst intensive Gespräche mit den afghanischen Menschen in verschiedenen bayerischen Ankerzentren, mit solchen, die außerhalb von Einrichtungen wohnen, sowie mit Mitarbeitern des BAMF, ZAB, Caritas und anderen Organisationen zu führen. Aus diesen Gesprächen ergab sich die Erkenntnis, dass es viele afghanische Menschen in Deutschland gibt, die den Wunsch haben in ihr Heimatland zurückzukehren. Was sie bisher hauptsächlich daran hindert ist die Perspektivlosigkeit in Afghanistan. Einheitlich wurde uns erklärt, dass bei einer Perspektive auf Ausbildung und Arbeit sehr wohl der Wille zur Rückkehr vorhanden ist. Im Rahmen dieser Gespräche nahmen Mitglieder von OWMN Kontakt mit afghanischen Ärzten in Deutschland und in Afghanistan auf. Afghanische NGOs erklärten sich bereit mit OWMN zusammen zu arbeiten.

Ziel des Projektes ist es afghanischen Menschen in Deutschland und in Afghanistan zu ermöglichen, an einem Projekt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung teilzunehmen. Hierzu werden Gebäude errichtet, Handwerker qualifiziert, Krankenschwestern und Hebammen ausgebildet, sowie Ärzte weitergebildet.

Mongolei

Aktiv

Telepathologie

In einem Land wie der Mongolei sind Ärzte auf dem Land auf Grund der geographischen Lage (großes Land, dünn besiedelt, kaum Straßen) sehr isoliert und sind in schwierigen Fällen oft sich selbst überlassen.

Mitglieder von One World Medical Network haben 2008 zusammen mit den Swiss Surgical Teams mit Unterstützung der Schweizer DEZA ein Telemedizinsystem aufgebaut, welches diesen Ärzten beim Diagnostizieren und bei klinischen Entscheidungen hilft. Inzwischen sind alle 21 Aimak Krankenhäuser mit Krankenhäusern in der Hauptstadt Ulaanbaator über Internet mit der Telemedizinplattform CampusMedicus verbunden.

Bisher wurden mehr als 30.000 Patientenfälle diagnostiziert. Patienten die an Tumorerkrankungen leiden, Babies bei denen Verdacht auf Hüftdysplasie besteht, Frauen die zur Gebärmutterkrebsvorsorge kommen, alle können von Experten richtige Diagnosen bekommen.

Mitglieder von OWMN sind auch bei Projekten in der Mongolei, die von der UNFPA, dem Lux Dev Projekt und dem Millennium Challenge Account durchgeführt werden, beratend tätig.

Armenien

Aktiv

Teleradiologie

Armenien wurde durch das Erdbeben von 1988 sehr geschwächt. 1991 brach die Sowjetunion zusammen. Dies wirkte sich negativ auf die Wirtschaft des Landes aus. Der Staat wendet weniger als 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auf.

Die medizinische Versorgung und die Ausbildung der Ärzte in Armenien sind häufig mangelhaft. Dies zeigt sich vor allem in der unzulänglich vorhandenen medizinischen Ausstattung. Dies gilt für Krankenhäuser in Yerewan, aber noch vielmehr für die Orte Vanadzor und Gumry sowie für die ländliche Gegend. Viele Armenier haben nicht das Geld, die Behandlung durch einen Arzt zu bezahlen. Eine private Krankenversicherung ist für viele Armenier unerschwinglich.

Mitglieder von One World Medical Network haben 2010 zusammen mit dem Pathologen Prof. Dr. med. Martin Oberholzer ein Telemedizinsystem in Armenien aufgebaut, welches den Ärzten beim Diagnostizieren und bei klinischen Entscheidungen hilft. Das Arabkir Krankenhaus in Yerewan sowie die Krankenhäuser in Vanadzor und Gumry wurden mit Computern, Mikroskopen, Lichttischen für Röntgenaufnahmen und Kameras ausgestattet. Diese Ausstattung in Verbindung mit der Telemedizin Plattform CampusMedicus ermöglicht es den Ärzten, sich untereinander in Armenien zu vernetzen sowie Diagnosen von internationalen Radiologen und Pathologen einzuholen.

Subsahara-Afrika

In Vorbereitung

Gebärmutterhalskrebs

Die häufigste Todesursache afrikanischer Frauen

Die häufigste Ursache für Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit bestimmten Typen des humanen Papillomvirus (HPV), der meist sexuell übertragen wird. Obwohl die meisten HPV-Infektionen zu keiner Erkrankung führen und die meisten präkanzerösen Läsionen spontan auflösen, besteht für alle Frauen das Risiko, dass HPV-Infektionen chronisch werden und präkanzeröse Läsionen zu invasivem Gebärmutterhalskrebs fortschreiten.

Es dauert 15 bis 20 Jahre, bis sich Gebärmutterhalskrebs bei Frauen mit normalem Immunsystem entwickelt. Bei Frauen mit geschwächtem Immunsystem, wie z.B. bei Frauen mit unbehandelter HIV-Infektion, kann es nur 5 bis 10 Jahre dauern. (Quelle: WHO)

In den meisten afrikanischen Ländern gibt es, anders als in Deutschland, keine regelmäßigen gynäkologischen Untersuchungen von Frauen. Aufgrund dieser Tatsache, werden die Patientinnen erst im fortgeschrittenem Stadium der Erkrankung diagnostiziert. Dies ist meist zu spät für eine Behandlung. Das hohe Vorkommen von HIV Erkrankungen verschärft die Situation noch, denn HIV-positive Frauen erkranken 4-5 mal häufiger an Gebärmutterhalskrebs als HIV-negative Frauen.

Laut einer WHO-Studie gibt es in den Entwicklungsländern einen Mangel an ausgebildetem Gesundheitspersonal. Die Ausbildung der mittleren Ebene des medizinischen Personals ist eine Lösung um diesen Mangel an Ärzten in ländlichen Gebieten zu verringern.

Die Fortbildung von medizinischem Personal und Ärzten, vor allem in ländlichen Gebieten wird der Anfang unserer Projektarbeit sein. Dies garantiert die Nachhaltigkeit des Projekts. Wir werden vor allem unterrichten, wie Prävention und Erkennung von Gebärmutterhalskrebs die Sterblichkeitsrate der Frauen in ländlichen Gebieten senken kann. Da in den ländlichen Gebieten kaum Laborgeräte verfügbar sind, werden die Krankenstationen mit einfachen Arbeitsgeräten und Mitteln ausgestattet werden.

In einem zweiten Schritt des Projektes werden Distriktkrankenhäuser Ausrüstung für Telepathologie und eLearning erhalten. Diese Geräte ermöglichen die Aufnahme von Bildern mit einem Mikroskop sowie die Projektion von Bildern zu Lehrzwecke.

Mit Hilfe einer Telemedizin-Plattform, kann das medizinische Personal und die Ärzte schwierige Patientenfälle mit Ärzten des OWMN austauschen und diskutieren. Diagnosen stehen innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung. Medizinischem Personal und Ärzten werden Video Vorlesungen zur Verfügung stehen. Ärzte des OWMN werden in die Länder reisen um dort die Ausbildung des Gesundheitspersonals und der Ärzte zu ergänzen. Blended learning wird ein Bestandteil der Projektarbeit sein.